Heimische Singvögel

Heimische Singvögel – Die Singvögel (Passeres) sind eine Unterordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Mit über 5000 Arten sind die Sperlingsvögel die artenreichste Vogelordnung. Damit gehören etwa 60 % aller Vogelarten zur Ordnung der Sperlingsvögel. Auf die Systematik der Singvögel bzw. Vögel gehe ich hier nicht näher ein, dazu gibt es genügend andere Webseiten.

Heimische Singvögel – Gesang ist hochentwickelt

Charakteristisch für Singvögel ist der hochentwickelte Stimmkopf (Syrinx). Trotzdem haben nicht alle Arten einen auffälligen Gesang (z.B. die Rabenvögel). Für die Bestimmung der Singvögel ist der Gesang jedoch ein entscheidendes Merkmal im Freiland. Fast alle Singvögel sind im 2. Kalenderjahr geschlechtsreif und mausern das Großgefieder nur einmal im Jahr. Heimische Singvögel ernähren sich vielseitig, die meisten tun dies in Sträuchern und Bäumen. Andere wiederum suchen auf dem Erdboden (z.B. Drosseln) oder im freien Luftraum (z.B. Schwalben) nach Nahrung.

Es gibt über 100 heimische Singvogelarten

In Deutschland gibt es etwa 120 brütende Singvogelarten. Die Lebensräume (Brutgebiete) der Singvögel kann man grob in Agrarland, Siedlungsbereiche und Wald einteilen. Die drei häufigsten Brutvögel in Deutschland sind Singvögel, nämlich Buchfink (Fringilla coelebs), Amsel (Turdus merula) und Kohlmeise (Parus major).

Heimische Singvögel - Amsel Männchen
Amsel Männchen – Foto: Jürgen Hauck

Heimische Singvögel – Vor allem Brutvögel des Agrarlandes und des Siedlungsbereiches sind von starken Bestandsrückgängen betroffen.  Naturschutzfachlich wertgebende Singvögel für das Agrarland sind Braunkehlchen (Saxicola rubetra), Heidelerche (Lullula arborea), Feldlerche (Alauda arvensis), Goldammer (Emberiza citrinella), Neuntöter (Lanaius collurio) und Grauammer (Emberiza caalandra) während es für den Siedlungsbereich Dohle (Corvus monedula), Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus), Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Mehlschwalbe (Delichon urbicum), Haussperling (Passer domesticus) und Girlitz (Serinus serinus) sind.
Für den Lebensraum Wald sind Tannenmeise (Parus ater), Weidenmeise (Parus palustris), Sumpfmeise (Parus montanus), Kleiber (Sitta europaea) und Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix) gute Indikatorarten und daher besonders relevant.
Der größte heimische Singvogel ist der Kolkrabe (Corvus corax), mit einem Gewicht von ca. 1,4 kg. Die beiden kleinsten Arten, Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) und Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus) bringen dagegen gerade einmal 5 g auf die Waage.