Archiv für den Monat: Oktober 2015

Auf der Suche nach der Tundrasaatgans

Ein ruhiger Herbstnachmittag, es sind immerhin 11°C animiert zu einem Spaziergang rund um den Oberlemnitzer Teich.
Auf dem Hinweg halten wir an der Stelle, wo seit einigen Tagen eine Tundrasaatgans (Anser serrirostris) auf einem Feld sitzt. Saatgänse bzw. alle sogenannten Grauen Gänse sind in unserem Beobachtungsgebiet eher selten zu beobachten.
Meist werden die im Herbst überfliegenden Gänse nur als „Graue Gänse“ bestimmt.
Warum der Vogel nicht weiterzieht ist unklar, vielleicht wartet er auf überfliegende Artgenossen um sich ihnen anzuschließen.
Aber, Fehlanzeige, die Gans ist nicht zu sehen.
Am Teich angekommen machen überfliegende Dohlen (Corvus monedula) mit ihren „kjak“ Rufen auf sich aufmerksam. In einem Apfelbaum tun sich Stare (Sturnus vulgaris), Amseln (Turdus merula) und Wacholderdrosseln (Turdus pilaris) an den roten hängengebliebenen Früchten gütlich.
Plötzlich fliegt vom Gewässserrand die Tundrasaatgans auf, Richtung Oberlemnitz. Sie ist offensichtlich unverletzt, wie anfangs vermutet.
In den Gebüschen am Teich sind Gimpel (Pyrrhula pyrrhula), Grünfinken (Carduelis chloris) und eine Amsel zu sehen. Eine Blaumeise (Parus caeruleus) ist nur zu hören. Aus dem nahegelegenen Fichtenwald dringt das „kik“ eines Buntspechtes (Dendrocopus major) und Rufe vom Kolkraben (Corvus corax) sind nicht zu überhören.

Tundrasaatgans
Tundrasaatgans – Foto: Frank Radon

Auf dem Rückweg ein kurzer Halt am Feld, siehe da die Tundrasaatgans sitzt im Gras, nur der Kopf ist zu sehen. Einige Rabenkrähen (Corvus corone corone) und Elstern (Pica pica) die am Wegrand sitzen runden das Bild ab.
Festzustellen ist, dass auch ein kurzer Ausflug in die Natur seine Reize hat.