Archiv für den Monat: Januar 2016

Heimische Vögel – besonders Feldvögel in Bedrängnis

Ich habe eine Studie gefunden die ich hier unbedingt vorstellen muss. Hier wird schonungslos aufgezeigt, was in unserer aller Natur passiert. Der Titel sagt es schon und ein Blick in das Inhaltsverzeichnis ist eher deprimierend als ermutigend.

Der Kiebitz ist im Bestandsrückgang
Kiebitz in Bedrängnis               Grafik: Pixabay-ClkerFreeVectorImages

Ich zitiere:

WIR SIND DANN MAL WEG – DIE (UN-) HEIMLICHE ARTEN-EROSION EINE AGROINDUSTRIELLE LANDWIRTSCHAFT DEZIMIERT UNSERE LEBENSVIELFALT.

Zur Studie geht es hier: DIE LETZTEN FELDVÖGEL – EINE BESTANDSAUFNAHME (KLICK)

Aus der dazugehörigen Pressemitteilung:

Es ist paradox: Nahezu täglich erreichen uns beunruhigende Meldungen über die dramatischen Verluste von Arten und Lebensräumen, maßgeblich verursacht durch menschliche Eingriffe. Trotz der existentiellen Bedrohung unserer eigenen Lebens-grundlagen werden selbstgesteckte Ziele vernachlässigt, vertagt und verschoben. Eine konsequente Politik bleibt aus.

Die zunehmend industrielle Ausrichtung der europäischen Landwirtschaft und Agrarpolitik steht hierbei in besonderer Kritik und muss sich ihrer Verantwortung stellen. Tatsächlich ist nicht nur die EU-Agrarreform 2013 der Gesellschaft eine Ökologisierung der europäischen Agrarlandschaften schuldig geblieben: Der Absatz von Pestiziden steigt ebenso kontinuierlich wie die Überproduktion – mit all ihren Folgen, nicht nur für die Biodiversität. Politische Auseinandersetzungen stehen zunehmend unter Lobbyeinfluss und gewinnen an Härte, wie die Auseinandersetzung um die Wiederzulassung des Wirkstoffs Glyphosat aktuell zeigt.

Die von mir in Auftrag gegebene und von dem Journalisten Stephan Börnecke verfasste Bestandsaufnahme belegt eindeutig: Der Versuch, über eine Reform der EU-Agrarpolitik den Verlust der Artenvielfalt in Deutschland und Europa wenigstens nur aufzuhalten, ist  komplett gescheitert. Die EU-Agrarpolitik ist nur um ein Quentchen verändert worden, da unter anderem selbst in den ohnehin viel zu klein bemessenen ökologischen Vorrangflächen sogar Pestizide eingesetzt werden dürfen. So lässt sich  Biodiversität nicht bewahren. Daran haben bislang weder die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt noch das „Greening“ im Zuge der neuen EU-Agrarförderung etwas ändern können.

Quelle: Webseite von Martin Häusling, http://www.martin-haeusling.eu/ – zuletzt aufgerufen am 24.01.2016