Farbenpracht und Eleganz – der Eisvogel

Eisvogel - ein schneller Flieger
Eisvogel – Männchen Foto: Frank Radon

Ein Eisvogel (Alcedo atthis) ist farbenprächtig anzuschauen, falls das gelingt. Denn Eisvögel fliegen meist sehr schnell  über der Wasseroberfläche. Meist ist nur der kurze Ruf zu hören und schon ist der Vogel wieder verschwunden. Im Bild ist ein Männchen zu sehen, da der Schnabel durchgehend schwarz ist. Beim Weibchen hat der Unterschnabel mehr oder weniger orange Farbanteile. Die Population des Eisvogels schwankt relativ stark. Milde Winter tragen zur positiven Bestandsentwicklung bei. Bei strengem Frost verhungern viele Eisvögel.

Eisvogel – Lebensraum

Der Eisvogel und auch andere an den Lebensraum Wasser gebundene Vogelarten benötigt saubere, fischreiche Gewässer. Bäche und Flüsse, die im besten Fall durch eine abwechslungsreiche Landschaft mäandrierend fließen, werden bevorzugt bewohnt. Neben dem Eisvogel findet man an solchen Gewässern häufig die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) und den Zaunkönig (Troglodytes troglodytes).

Der Eisvogel brütet in Steilwänden, an Uferabbrüchen oder manchmal auch in Wurzeltellern umgefallener Bäume. Als Brutplatz dient eine selbst gegrabene Röhre, die leicht schräg ansteigt. Dadurch bleibt die Brutröhre sauberer. Bei günstigem Witterungsverlauf beginnen die Paare schon zeitig im Frühjahr mit dem Brutgeschäft.

Der Eisvogel kann mehrmals im Jahr brüten, dabei werden Bruten oft geschachtelt, das heißt das das Weibchen schon ein neues Gelege bebrütet, während das Männchen noch die Jungen der ersten Brut versorgt. Meist werden sechs bis acht Eier gelegt.  Junge Eisvögel bleiben recht lange in der Bruthöhle. Sie verlassen das Nest etwa 3-4 Wochen nach dem Schlupf aus dem Ei.

Eisvogel – Hilfe ist möglich

Da an vielen Gewässern Brutmöglichkeiten fehlen, können der Vogelart auch Nisthilfen angeboten werden. Eine Möglichkeit finden Sie hier >>> Eisvogelbrutröhre. Ein weiterer Beitrag zum Schutz des Eisvogels ist nach wie vor die Aufklärung der Öffentlichkeit. Der Vogel ist kein Schädling! Leider ist diese Meinung auch heute noch verbreitet, da die Art kleine Fische frisst.

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