Phänomen Vogelzug

Der herbstliche Vogelzug ist bei den meisten mitteleuropäischen Vogelarten schon abgeschlossen. Zum Monatswechsel Oktober auf November ziehen in weiten Teilen Deutschlands die Glücksbringer in den Süden. Unter lautem Rufen, dass unüberhörbar ist fliegen Kraniche in den Süden. Hier ist Vogelzug oft für jeden erlebbar.

Vogelzug Kraniche
Ziehende Kraniche, Foto: pixabay/HansLinde

In den letzten Tagen kann man aber auch viele Singvögel aus Nord- und Osteuropa beim Durchzug beobachten. Meist handelt es sich um Buch- und Bergfinken, auch Wacholderdrosseln, Stare, Singdrosseln und Feldlerchen gehören zum Repertoire.

Viele Singvögel sind Standvögel, überwintern also hier, manche Arten streifen nach der Brutzeit umher. Dazu gehören auch die meisten Meisenarten, eine kurze Übersicht über die Meisenarten Deutschlands findet sich hier (klicken).

Auch auf Greifvögel sollte geachtet werden, vor allem Rotmilane sind beim Vogelzug in den Süden bzw.  Südwesten zu sehen.  Andere Greifvogelarten sind Standvögel, wie zum Beispiel der Mäusebussard

Die Gewässer werden ab Oktober auch von immer mehr Wasservögeln aufgesucht, die einen überwintern hier, die anderen machen nur kurz Rast. Da die Schwimm- und Tauchenten die Mauser bald abschließen, können farbenprächtige Löffelenten, Krickenten, Reiherenten und Tafelenten beobachtet werden. Wasservögel werden seit über 50 Jahren in Deutschland regelmäßig im Winterhalbjahr gezählt. Mehr Informationen darüber gibt es auf der Webseite des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (klicken).

Wat- und Schnepfenvögel sind fast alle Arten schon im Winterquartier, das meist in Afrika liegt. Einzelne Arten dieser Limikolen wie z.B. die Bekassine oder die zwergschnepfe sind auch im Spätherbst/Winter in Mitteleuropa zu sehen.