Vogelarten in Deutschland

Anseriformes – Entenvögel

Heimische Vögel sind vor allem die Entenvögel. Zu ihnen zählen nicht nur die gleichnamigen Enten, sondern auch die Unterarten Schwan, Gans und Säger. Diese deutsche Vogelart gilt, außerhalb der Brutzeit, als gesellig.

Unterarten der Entenvögel
– Stockente
– Mittelsäger
– Kanadagans
– Höckerschwan

Galliformes – Hühnervögel

Die Hühnerhaltung wird auch in privaten deutschen Haushalten immer populärer. Sowohl als Nutztier, als auch als Haustier wird der heimische Vogel gehalten. Zwischenzeitlich sind knapp 200 verschiedene Rassen durch den Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter gelistet.

Unterarten der Hühnervögel
– Wachtel
– Rebhuhn
– Araucana-Huhn
– …

Phoenicopteriformes – Flamingos

Flamingos kommen ursprünglich in Afrika, Asien und Südeuropa (Rosaflamingo) und in Südamerika (Chileflamingo) vor. Sie werden bis zu 140 cm groß und tragen ein rosa Gefieder, was durch die Aufnahme von Carotinoiden in der Nahrung abhängig ist. Seit den 1980ern kommen Flamingos auch in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden vor.

Unterarten der Flamingos
– Rosaflamingo
– Chileflamingo

Podicipediformes – Lappentaucher

Diese einheimische Vogelart kennt 22 verschiedene Arten, von welcher jedoch drei bereits ausgestorben sind. Die Lappentaucher sind an Wasser gebunden und sehen den Entenvögeln teilweise ähnlich. Sie liegen jedoch tiefer im Wasser und haben weniger hohle Knochen als andere Vögel.

Unterarten der Lappentaucher
– Haubentaucher
– Rothalstaucher
– Zwergtaucher
– …

Gaviiformes – Seetaucher

Auch diese heimische Vogelart ist an Gewässer gebunden. Die Seetaucher werden in 5 verschiedene Arten unterteilt und sind tag- und nachtaktiv. Sie können bis zu 91 cm lang werden und ein Gewicht von knapp 6 kg erreichen. Von den Lappentauchern unterscheiden sie sich durch die Schwimmhäute und den kurzen Schwanz.

Unterarten der Seetaucher
– Sterntaucher
– Prachttaucher
– Eistaucher
– …

Procellariiformes – Röhrennasen

Sie gehören zu den Meeresvögeln, welche meist nur zum Brüten ans Land kommen. Die große Gattung der Röhrennasen unterteilt sich in Albatrosse und Sturmvögel. Sie haben kurze Schnäbel mit Hakenspitzen, sowie eine röhrenförmige Nasenöffnung, durch welche das Meerwassersalz ausgeschieden wird.

Oceanitidae – Südsturmschwalben

Zu den Südsturmschwalben gehört hauptsächlich die Buntfuß-Sturmschwalbe. Diese wird gerade einmal 18,5 cm groß. Südsturmschwalben halten sich vorwiegend über den südlichen Meeren auf.

Hydrobatidae – Sturmschwalben

Bei dieser Vogelart handelt es sich um äußerst kleine Meeresvögel. Sturmschwalben sind die kleineste Art der Röhrnasen. Die Flugweise dieses Vogels erinnert an den flatterigen Flug einer Fledermaus. Insgesamt kennt man 21 Arten welche nochmals in die nördlichen Sturmschwalben und die südlichen Sturmschwalben unterteilt werden.

Diomedeidae – Albatrosse

Der Albatros ist eine vom Aussterben bedrohte Vogelart. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 3,50 Metern gehört er zu den längsten Flügeln im Vogelreich. Auch sie sind Seevögel und leben größtenteils auf hoher See und in der Nähe von Inseln.

Procellariidae – Sturmvögel

Dieser Hochseevogel gehört ebenfalls zu den Röhrennasen. Er unterteilt sich in 79 verschiedene Arten, welche hauptsächlich auf der Südhalbkugel verbreitet sind. Je nach Art kann die Größe zwischen 25 cm und 1 Meter betragen. Das Gefieder ist meist weiß, grau, braun oder schwarz gefärbt. In der Regel ist das Gefieder oben dunkel und unten hell. Sturmvögel leben auch unter schwersten Wetterbedingungen auf hoher See und suchen nur zur Brutzeit das Land auf.

Pelecaniformes – Pelikanvögel

Pelikane gehören zu den Wasservögeln. Ihr markantestes Merkmal ist der äußerst dehnbare Hautsack an ihrem Unterschnabel. Dieser kann bis zu 11 Liter Wasser fassen und wird bei der Nahrungsaufnahme als Fischkescher genutzt. Er kann knapp 2 Meter groß und bis zu 12 kg schwer werden. Er erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 65 km/h und kann ganze 24 Stunden ohne Pause fliegen.

Unterarten der Pelikanvögel
– Rosapelikan
– Krauskopfpelikan

Phalacrocoraciformes – Kormoranvögel

Sulidae – Tölpel

Der Tölpel verdankt seinen Namen seinem Gang auf dem Festland, welcher etwas unbeholfen und „tölpelhaft“ wirkt. Dafür ist er jedoch ein hervorragender Flieger. Er gehört zu den Seevögeln aus der Ordnung der Ruderfüßer. Daher verbringt er die meiste Zeit über dem Meer.
Je nach Art kann der Tölpel zwischen 64 cm und 1 Meter groß werden. Sein Gefieder ist meist schwarz, braun und weiß. Er lebt vorzugsweise in tropischen und subtropischen Klimazonen.

Phalacrocoracidae – Kormorane

Kormorane sind ebenfalls Wasservögel. Sie leben und brüten in Kolonien. Bislang kann die Artenvielfalt nur auf 26 bis 43 Arten geschätzt werden, eine genaue Aussage kann nicht gegeben werden. Das Gefieder des Kormorans ist einfarbig schwarz oder aber dunkelbraun. Bei manchen Arten ist die Unterseite zusätzlich weiß gefärbt.

Unterarten der Kormorane
– Krähenscharbe
– Zwergscharbe

Threskiornithiformes – Ibisse

Ibisse oder Sichler sind ans Wasser gebundene Schreitvögel. Sie können eine Länge von 110 cm erreichen. Der lange, schlanke Schnabel ist ein eindeutiges Kennzeichen für Ibisse. Sie leben vorzugsweise in tropischen und subtropischen Zonen.

Unterarten der Ibisse
– Brauner Sichler
– Löffler

Ardeiformes – Reiher
Zu den Reihern zählen 62 verschiedene Arten. Sie sind weltweit, meist an Süßwasser, vertreten und gehören zu den Schreitvögeln. Erkennen kann man sie an den lagen dünnen Beinen, sowie einem dolchartigen Schnabel. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischen und anderen Wasserbewohnern. Die größte Art der Reiher kann bis zu 140 cm lang werden.

Unterart der Reiher
– Silberreiher
– Seidenreiher
– Graureiher

Ciconiiformes – Storchenvögel

Storchenvögel werden auch Schreitvögel genannt. Ihr Merkmal sind die langen und dünnen Beine, sowie das schwarzweiße oder braune Gefieder. Sie suchen den Boden systematisch langsam nach Beute ab. Als heimischer Vogel gilt der Storch in Deutschland als Überbringer Neugeborener. Der Storch kann 1,5 Meter groß werden und ein Gewicht von 9 kg erreichen.

Unterart der Storchenvögel
– Schwarzstorch
– Weißstroch

Pandionidae – Fischadler

Der Fischadler gehört zu der Gruppe der Greifvögel. Sie können bis zu 66 cm lang werden und eine Flügelspannweite von bis zu 1,74 Metern aufweisen. Im Gegensatz zu anderen Vogelarten, ist hier das Weibchen meist größer und schwerer.
Fischadler sind nahezu weltweit verbreitet. In Mitteleuropa leben die Fischadler (auf Grund menschlicher Verfolgung) nur fleckenweise. In Deutschland ist der Fischadler vorwiegend in den neuen Bundesländern zu finden.

Accipitridae – Habichtverwandte

Die Habichtartigen gehören ebenfalls zur Familie der Greifvögel. Schätzungsweise zählen um die 260 Arten zu den Habichtverwandten. Je nach Art können diese Greifvögel bis zu 1,5 Meter lang werden und eine Flügelspanne von 3 Metern erreichen. Zu ihnen gehören auch die in Deutschland einheimischen Vogelarten Mäusebussard, Habicht und Rotmilan.

Falconiformes – Falkenartige

Die Falkenartigen sind ebenfalls weltweit verbreitete Greifvögel. Ihre Familie umfasst bis zu 67 Arten. Falken haben meist einen kurzen Hals und lange, sichelförmige Flügel. Das Gefieder ist braun, grau, schwarz oder weiß und meist gefleckt oder gescheckt. Im Gegensatz zu den Habichtartigen, töten Falken ihre Beute mit dem Schnabel und nicht mit den Fängen.

Gruiformes – Kranichvögel

Es gehören ungefähr 20 Arten zu den Kranichvögeln. Viele sind jedoch bereits ausgestorben und nur durch Fossilienfunde bekannt. Es gibt sowohl kleine, als auch große Kranichvögel, welche schreiten und auch schwimmen können. Kranichvögel an sich zählen zu den Nestflüchtern.

Charadriiformes – Wat-, Alken- und Möwenvögel

Die Möwen bilden eine eigene Familie innerhalb der Regenpfeiferartigen. Zu ihnen zählen auch die Alkenvögel, Seeschwalben und Raubmöwen. Die Familie umfasst in etwa 55 Arten und lebt vorzugsweise an Küsten. Die meisten Möwen haben ein weiß-graues Gefieder und eine schwarze Färbung am Kopf.

Psittaciformes – Papageien

Papageien leben in Regenwäldern, Savannen und an Flussufern. Sie können bis zu 1 Meter groß, 1,2 kg schwer und bis zu 80 Jahre alt werden. Weltweit gibt es um die 1000 verschiedenen Arten. Die meisten davon sind vom Aussterben bedroht, da der natürliche Lebensraum zunehmend zerstört wird. Papageien sind in Deutschland und auch in anderen Ländern zudem beliebte Haustiere.

Cuculiformes – Kuckucke

Zu den Kuckucksvögeln gehören in etwa 140 Arten. Diese können von einer Länge von 14 cm bis 70 cm variieren. Das Gefieder reicht von braun und grau bis zu olivfarben. Diese Vögel gehören zu den einheimischen Vogelarten in Deutschland. Sie bevorzugen Wälder und Buschlandschaften als Lebensraum und ernähren sich von Insekten, wirbellose Tiere und auch kleine Wirbeltiere, sowie Früchte.

Heimische Vögel

Die Welt der heimischen Vögel ist so bunt vielfältig. Hast Du Dich aber schon einmal gefragt, was für ein Vogel könnte das sein? Wir helfen Dir damit!

Wir stellen Dir heimische Vögel vor.

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